the vampires

19.07.2011 : Bericht vom Vampyr-Kongress mit Mark Benecke

Mark Benecke – wer er ist, sollte hier keiner Erklärung mehr bedürfen. Wenn er irgendwo eine Veranstaltung gibt, ist großer Andrang vorprogrammiert. So auch bei seinem “Vampyr-Kongress” im Duisburger Event-Schluss “PULP” am vergangenen Samstag. Wir waren mutig und haben uns unter die Vampyre gemischt.

Als wir beim Veranstaltungsort ankamen, standen schon ein paar Gäste vor dem Eingang. Wir konnten schon vorab in die kleine Halle, um unseren Stand für das The Vampires Magazin aufzustellen. So hatten wir auch die Gelegenheit, uns kurz umzuschauen in dem “Saal der Finsternis”. In schwarz gehalten und von den Decken herabhängende Steinformationen sowie Skelette hier und da bewirkte der Raum eine düstere, passende Stimmung. An zwei Seiten gab es jeweils eine Bar, die zum späteren Abend hin von den Gästen in Beschlag genommen wurde. Vor der Bühne waren Sitzreihen mit rot überzogenen Stühlen aufgestellt. Mark Benecke war auch schon am Ort des Geschehens und mitten in einem kleinen Soundcheck, welchen wir uns mit teilweise Gelächter mit anhören konnten. So stellte er sich beispielsweise als Britney Spears vor und engagierte uns kurzerhand als seine Cheerleader. Für pinke Pom-Poms wollte er obendrein sorgen. Daraus wurde dann aber – sehr zu unserer Freude – doch nichts. Allein durch diese kleine Showeinlage war uns klar: Diese Veranstaltung wird nicht nur spannend und interessant, sondern verspricht pure Unterhaltung und Lachmuskelbeanspruchung.

Als die ersten Gäste eingelassen wurden und den Raum betraten, konnte man auf den meisten Gesichtern leichte Verwirrung und Irritation sehen. Hervorgerufen wurde diese Reaktion durch die große, auf die Leinwand projezierte Szene aus dem Film Bambi. Was es mit dem Bambi-Bild auf sich hat, haben wir leider nicht herausgefunden. Jedoch diente es sehr zur Erheiterung der ankommenden Zuhörer. Der Dresscode an diesem Tag/Abend: Von schlichten in dunklen Farben gehaltenen Outfits bis hin zu aufwendigeren Gewändern war alles geboten.

Nachdem jeder Platz gefunden und genommen hatte, begrüßte Mark seine Zuhörer. Auch hier war bereits nach den ersten Worten war offensichtlich: Dieser Mann kann die Leute fesseln. Seine Präsenz war überall im Raum spürbar. Mit lockeren Witzen präsentierte er dem Publikum zunächst den Ablauf des Events. Die Hauptpunkte waren Vorträge, Interviews, Party. Ein besonderes Merkmal für Marks Veranstaltungen sind seine – besser zu befolgenden – Verhaltensregeln. Verhaltensregel Nr. 1: Jeder muss mit jedem reden! Keiner steht allein! Es ist Mark stets wichtig, dass sich alle Gruppen (Skeptiker, Glaubende, Real-Life-Vampyre) untereinander austauschen.

Die ersten Vorträge wurden von Mark und seinem Kollegen Dr. Peter Mario Kreuter – kurz “PMK” genannt – gehalten. Der Ursprung des Vampirglaubens, historische Hintergründe und die Erklärung des Mythos auf der Basis verschiedener Grundannahmen waren die Themen der Beiden. Ein neues Wort haben wir dabei auch gelernt: Seelenmigräne. Eher bekannt als depressive Gedanken und Stimmungen. Hier geben wir Mark Recht, Seelenmigräne klingt einfach besser. Zwischen den Vorträgen sowie den anderen Programmpunkten gab es immer wieder kurze Pausen, in denen sich jeder mit jedem unterhalten konnte. Mark und PMK standen für Fragen die ganze Zeit zur Verfügung.

Nach den Vorträgen wurden die Real-Life-Vampyre vorgestellt und von Mark mit Fragen “gelöchert”, die merklich fast jedem Gast auf der Zunge lagen.
Es war ein spannendes Erlebnis, einen kleinen Einblick in das Leben eines Real-Life-Vampyrs zu erhalten. Den Ausklang der Veranstaltung gab die samstägige PULP-Disko, bei der die “Vampyr-Kongress”-Gäste freien Zutritt hatten.

Unser Fazit: Spannendes Material witzig und fesselnd verpackt! Mark Benecke und die von ihm auf die Beine gestellten Veranstaltungen sind ein Muss für jeden, der sich für Vampire und alles rund um dieses Thema interessiert. Er schafft es gekonnt, die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer vollkommen auf sich zu ziehen, sobald er das Mikrofon in der Hand hält. Mit kleinen Anekdoten aus seinem Leben würzt er seine Vorträge und gibt so praktische Beispiele und Erklärungen. Egal, wie komplex oder verzwickt ein Thema ist, er kann es auf verständliche und obendrein mitreißende Weise veranschaulichen. Er schafft es, aus Valium Extasy zu machen.

Was wir uns für seine nächste Veranstaltung vorgenommen haben? Wir werden versuchen, der Frage auf den Grund zu gehen, warum sich Bambi und seine Freunde auf einen “Vampyr-Kongress” verirrt haben.

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